Freitag, 23. November 2012

Round and round it goes

Heute möchte ich euch ein weiteres Geschenk für die Kinder meiner Freundin zeigen. Ich habe Fransenarmbänder genäht - einmal in "cool" und einmal in "süß".

Wie funktioniert's?

Man nehme kleine Stoffreste (ich bewahre ja JEDEN kleinen Fuzzel auf, der noch irgendwie verwertbar ist) und ein paar passende Webbandreste. Nun näht ihr die verschiedenen Fleckchen jeweils rechts auf rechts aneinander bis ihr die gewünschte Länge erreicht habt. Für ein zweijähriges Kind habe ich eine Länge von 32 cm gewählt, das kann man dann locker 2x ums Handgelenk wickeln und man hat noch etwas Platz zum wachsen. Für ein(en) Vierjährige(n) passt eine Länge von 36 cm gut. Die einfache Breite (also bevor es zu einem Schlauch zusammen genäht wird) liegt hier bei beiden Bändern bei 5 cm.

Die Webbänder kann man quer oder längst aufnähen. Ich habe bei meinen Beispielen kleine Webbandstücke quer über die Nähte von den Stoffteilen genäht. Man kann sich hier natürlich austoben und es sind auch kleine Anhänger, Perlen und so weiter sehr süß, aber solche Sachen würde ich dann erst bei älteren Kindern verwenden, bei denen die Verwendung von Kleinteilen schon zu 100 % unbedenklich sind.

Danach faltet man das fertig verzierte Gesamtwerk einmal längs rechts auf rechts und näht eine kurze Seite und die lange Seite in einem Zug zusammen. Dieser Schlauch wird dann vorsichtig gewendet (das ist immer eine ziemliche Fummelei und man sollte nicht zu stark oder grob dran ziehen, da es sonst sein kann, dass man Löcher rein macht -.-) Man kann nun die Wendeseite per Hand oder knappkantig mit der Nähmaschine schließen und das Band so verwenden, oder das Band noch mit Fransen aufpeppen. Dafür habe ich das Band auf einen Streifen Baumwollstoff genäht und diesen dann 1-2 mm neben der Naht abgeschnitten. Ich habe einen Zierstich verwendet, der mir dafür sehr gut gefällt, man kann es aber auch mit einem engen Zickzackstich nähen. Um das Band fransig werden zu lassen muss man die Längsfäden des Baumwollstoffes herausziehen und das Band dann ordentlich durchkneten und zupfen.

Geschlossen werden die Bänder mit Kam-Snaps. Bei der Mädchenvariante habe ich hier noch ein kleines Blümchen verwendet.

Ich hoffe, die Bänder gefallen euch und ich konnte euch eine kleine Freude mit der Anleitung machen. Sassy liebt ihre eigenen zwei Bänder und selbst der Puppe musste ich schon eines machen, damit sie im Partnerlook unterwegs sein können. Mir gefällt am meisten die "Unkaputtbarkeit" *lach* Sassys Perlenarmbänder auf einer Gummischnur halten nämlich meistens nicht sehr lange - man muss ja testen, wie weit sich der Gummi dehnen lässt ;-)

Ich wünsche euch ein wunderbares letztes Nicht-Advents-Wochenend! Backt ihr schon alle fleißig? Und wenn ja - habt ihr DAS ultimative Keksrezept für mich, das man auch mit einer kleinen 2jährigen backen kann?

Liebe Grüße und alles Gute,

Montag, 19. November 2012

Aber diesmal bitte mit Sahne

Zum ersten Geburtstag gabs einen trockenen Schokoladekuchen, da das kleine Geburtstagskind bis dato kaum Süßes kannte und ich sie nicht mit einem Zuckertornado überfordern wollte. Heuer (= österreichisch für "dieses Jahr" *g*) durfte es da schon etwas mehr sein und so entschloss ich mich zu einer fruchtigen Sahnetorte.

Ich mag Sahne an sich ja eigentlich überhaupt nicht und wollte daher irgendwas zusammenschustern, von dem ich dachte, es könnte vielleicht schmecken. So, wie ich das eben immer mache, nicht wahr *lach*

Gott sei Dank hat mich eine liebe Freundin, die sich auf dem Gebiet "backen" weit besser auskennt, davon überzeugt, nicht wahllos Zutaten in einen Topf zu werfen, sondern das Ganze etwas geplanter anzugehen. Wir haben also einen ganzen Vormittag meine Ideen auseinander genommen, Backartikel verglichen, Zutaten ausgetauscht und herumjongliert (natürlich nur im Geiste). Und.. was soll ich sagen... obwohl ich kein Fan von Sahne bin und mich anfangs doch etwas skeptisch ans Werk machte, war ich am Ende begeistert!! Auch den Gästen sowie dem Geburtstagskind selbst hat es sehr gut geschmeckt.


Und nun möchte ich gern unser Rezept mit euch teilen:

Die Torte besteht aus Biskuitteig. Dafür trennt ihr 3 Eier und schlagt die Eiweiße mit 30 Gramm Zucker auf. Dann gebt ihr die Eigelbe, 55 g Zucker, 1 Packung Vanillezucker und eine Prise Salz in eine Schüssel und verrührt die Zutaten. Kocht Wasser auf und gebt 3 Esslöffel zu der Mischung und schlägt sie sofort danach auf. Die Masse muss richtig weiß werden, das dauert eine ganze Weile (und danach tut euch der Arm weh *g*). Mischt 50 Gramm Mehl mit 40 Gramm Speisestärke (Maizena) und hebt die Mischung unter die Eimasse. Danach den Eischnee unterheben. Füllt die Masse in eure ungefettete Form und schiebt sie für ca 40 Minuten bei 175 Grad in den Ofen. Bitte - wie bei allen Rezepten - nicht blind darauf vertrauen, denn jeder Ofen ist anders. Lieber öfter mal nachsehen gehen ;)

Für die Creme schlagt ihr 400 Gramm Schlagobers (Sahne) mit 2 Päckchen Sahnesteif und so viel Zucker wie gewünscht auf und stellt sie beiseite. Dann rührt ihr 600 Gramm Topfen (Quark) glatt und vermischt die Hälfte des Topfels mit 400 Gramm Beeren, die ihr vorher grob püriert habt (das kann auch eine Tiefkühlpackung sein. Hier aber bitte die Beeren in einem Sieb ausdrücken, nachdem ihr sie aufgetaut habt, da die Masse sonst zu wässrig wird). Weicht 3 Blatt Gelatine in Wasser auf und lasst sie danach schmelzen. Nehmt einen Esslöffel von der Beerenmischung und rührt in zügig in die flüssige Gelatine. Danach kippt ihr diese Mischung in die Topfen-Beeren-Creme, rührt sie fix unter und gebt danach die Hälfte der Sahne dazu. Das ist die innere Schicht Beerencreme, sowie die Masse für die Deko. Die weiße Schicht besteht aus dem Rest des Schlagobers und der anderen Hälfte der Topfencreme.

Wenn der Biskuitboden fertig ist, lasst ihn in der Form auskühlen. Danach schneidet ihr in in der Mitte auseinander. Hier habe ich mich mit einem großen Messer leichter getan als mit dem Garn, womit ich das bei anderen Teigen gern mache. Gebt den oberen Teil der Torte verkehrt wieder in die Form, füllt denn gut 3/4 der Beerenmasse in die Form, gebt den unteren Teil des Bodens darauf und drückt das ganze etwas fest. Nun stellt ihr alles für etwa eine Stunde in den Kühlschrank, damit die Cremes (Cremen? Cremi? *g*) fest werden können. Ihr könnt die ganze Torte später einfach vorsichtig aus der Form stürzen (einfach einen großen Teller drauflegen und das ganze umdrehen). Die  weiße Masse lässt sich gut mit einem großen Messer (oder dem Tortenheber) auftragen. Die restliche Beerenmasse habe ich mit einer Spritztülle auf die Torte gegeben.

Wenn ihr die Torte erst am nächsten Tag essen möchtet, empfiehlt es sich, die Zuckerdeko erst kurz vorm Servieren aufzubringen, da sie sonst verläuft und abfärbt.

Ich hoffe, die Torte gelingt und schmeckt!! Alles Liebe und einen schönen Wochenstart,

Freitag, 16. November 2012

Fast zu schön um sie herzugeben *seufz*

Antonia von Farbenmix entwickelt sich zu einem absoluten Lieblingsschnitt von mir. Leider sind mir die FM-Schnitte aber immer ein paar cm zu kurz geraten, daher verlängere ich Vorder- und Rückenteil jeweils um ca 5 cm. Ich liebe es, meine Stoffe zu kombinieren und bin oft bis zur Fertigstellung unsicher, ob die verschiedenen Designs und Farben auch wirklich zusammenpassen (Perfektionistisch? Ich? Neiiiin, niee!), aber meistens bin ich am Schluss richtig zufrieden mit dem Ergebnis. Manchmal so zufrieden, dass ich ein Geschenk am liebsten gar nicht mehr hergeben möchte und mich richtig zur Postfiliale zwingen muss (oder den Milchmauspapa schicke, um nicht in Versuchung zu geraten *g*)

Hier entstand eine Antonia für die Tochter einer lieben Freundin:


Ich habe hier mal die Tunnelzugvariante ausprobiert und es gefällt mir richtig gut <3 Meine Sachen sind aber allesamt Unikate, daher kann und werde ich das Shirt nicht nochmal für die Milchmaus nähen und habe schon überlegt, ob ich das Shirt wohl zurückbekommen könnte, wenn die Beschenkte rausgewachsen ist. Das Mädchen trägt nämlich eine Größe mehr als die Milchmaus und das müsste sich perfekt ausgehen *g* Aber es hört sich wohl seltsam an, darum zu bitten, daher begnüge ich mich damit, das Bild anzusehen *lach*

Mein süßer Schatz ist beim Antonia-Reigen außerdem eh nicht leer ausgegangen. Auch ihr Geburtstagsshirt wurde aus diesem Schnitt genäht:


Die Stickdateien sind die "little SUMMER girls", in die ich mich schon vor langer Zeit verliebt habe. Unglücklicherweise habe ich (noch?!) keine eigene Stickmaschine, aber die liebe Alice hat mir geholfen und den Stoff für mich bestickt. Danke nochmal herzlich dafür!!

Der Schriftzug wurde von mir appliziert, leider lösen sich die Fransenränder nicht so schön wie bei den Stick-Mädchen, da ich Vliesofix zum Fixieren verwendet habe. Sprühzeitkleber wäre wohl in diesem Fall besser gewesen. Oben mittig befindet sich eine Fake-Knopfleiste, da mir die ganze Shirt-Gestaltung etwas zu weit nach unten gerutscht ist und ich den Platz sonst so leer fand.


2 Jahre ist sie nun schon alt, die kleine große Milchmaus. Ich sollte mir demnächst einen neuen Spitznamen für sie überlegen. Oder aber, ich nenne sie auch hier im Blog endlich beim Namen, zumal das Shirt ja schon einen guten Hinweis darauf gibt. Sassy ist unser gebräuchlicher Spitzname, da er sich vom Namen ableiten lässt und außerdem [frech, unverschämt, keck oder schick] bedeutet. Unverschämt ist unsere Sassy nicht, aber frech und keck allemal und sich schick zu machen liebt sie - wie wahrscheinlich alle kleinen Mädchen - auch :-)

Welche Spitznamen habt ihr so für eure Kinder? Und wenn ihr einen Blog habt, nennt ihr den Namen? Zeigt ihr Bilder? In Zeiten der weltweiten Vernetzung ist es ja alltäglich, sich im Netz zu präsentieren und Kinderbilder sind keine Seltenheit mehr. Auch in Hinblick auf die Blogumgestaltung stellt sich mir deshalb die Frage: Wieviel soll/kann/darf man von sich preisgeben um einerseits interessant zu sein/bleiben und andererseits  sich selbst und seine Liebsten  zu schützen?

Ich würde mich über ein paar konstruktive Kommentare und Anregungen freuen und wünsche euch ein schönes, erlebnisreiches Wochenende,